– Gemeinschaftsprojekt für Ambient Assisted Living (AAL) zeigt, wie ältere und betreuungsbedürftige Menschen von Vernetztem Wohnen profitieren
– Gesundheitssenator Mario Czaja eröffnet die erste Berliner AAL-Musterwohnung am 20. November in Marzahn-Hellersdorf
– casenio zeigt vor Ort Assistenzsystem mit Hauszentrale und intelligenten Sensoren

Der Sanitätshausbetreiber Orthopädie-Technik Berlin GmbH (OTB) präsentiert der Öffentlichkeit am 20. November 2014 erstmals ihre Berliner Musterwohnung für Senioren und Menschen mit Betreuungsbedarf. Auf circa 140 Quadratmetern zeigt das Gemeinschaftsprojekt mit casenio, Eldat und derzeit 50 Partnern aus Forschung, Industrie und Dienstleistung, welche technischen Möglichkeiten im Bereich Ambient Assisted Living (AAL) bereits existieren und wie sie das Leben in den eigenen vier Wänden komfortabler und sicherer machen.
Eröffnet wird die Veranstaltung von Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales in Berlin. Gemeinsam mit der Schirmherrin des Projekts, Prof. Birgit Wilkes, und dem OTB-Geschäftsführer Tiago da Silva wird er das symbolische Durchschneiden des Bandes übernehmen und anschließend eine Rede vor den anwesenden Gäste halten.

Die Zwei-Zimmer-Wohnung im Bezirk Marzahn-Hellersdorf liegt barrierefrei im sechsten Stock eines Mehrfamilienhauses und ist vollausgestattet mit den neusten Ambient-Assisted-Living Technologien, die älteren und pflegebedürftigen Menschen das Leben in den eigenen vier Wänden erleichtern bzw. erst ermöglichen. Interessierte haben die Chance, sich auf anschauliche Weise über die Funktionen und Installationsmöglichkeiten zu informieren und diese auch gleich vor Ort zu testen. So werden etwa die casenio Hauszentrale und eine Auswahl intelligenter Sensoren dauerhaft in der Küche der Wohnung installiert. Das Assistenz- und Warnsystem dient unter anderem der Herdüberwachung, der Wasserflusskontrolle sowie der Rauchmeldung.
Geplant ist, die Wohnung kontinuierlich um die neusten Technologien zu erweitern und zusätzliche Partner in das Projekt zu integrieren. Die Musterwohnung wird zukünftig zu festen Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Geschultes Personal vor Ort führt die Gäste durch die Räumlichkeiten und erläutert ausführlich die Funktionen der einzelnen Technologien.

Detaillierte Informationen zur OTB-Musterwohnung finden Sie unter http://www.ermündigung.de

Erinnern, Warnen, Hilfe holen: Wie funktioniert casenio?

Die casenio-Technologie ist eine einfach zu handhabende Assistenztechnologie. Die Hauszentrale bildet dabei das Herzstück des Systems. Sie ist eine zentrale Sammelstelle für alle relevanten Daten und dient gleichzeitig als „freundlicher Begleiter“ im Alltag. Die nach Bedarf individuell zusammengestellten Sensoren, das casenio Service-Portal sowie intelligente Software und ein leistungsfähiges Rechenzentrum im Hintergrund sind die weiteren Bausteine des Systems.
Bei Gefahrensituationen warnt die Hauszentrale und löst nach vorher festgelegten Kriterien oder bei ausbleibender Reaktion des Bewohners bei Angehörigen oder Pflegekräften eine Warnung bzw. einen Alarm aus.

Das casenio-System ist so vielfältig einsetzbar, dass es über das bekannte klassische Hausnotrufsystem weit hinausgeht und unabhängig von Alter und Lebenssituation eingesetzt werden kann. Neben Warn- und Alarmfunktionen dient das System zudem als Unterstützung im Alltag und erinnert beispielsweise an die regelmäßige Medikamenteneinnahme oder ein geöffnetes Fenster.

Der gute Geist im Haus: die Hauszentrale von casenio

Die Hauszentrale ist der „Rund-um-die-Uhr“-Assistent, der vor Gefahren warnt und an Alltägliches erinnert. Lautsprecher und ein eingebautes Mikrofon mit Freisprechfunktion dienen der akustischen, ein Touch-Display der visuellen Kommunikation. Die im Wohnbereich platzierte Hauszentrale benötigt lediglich einen Stromanschluss.

Wenn das casenio-System ungewöhnliche oder Gefahrensituationen erkennt, warnt es zunächst den Bewohner oder die Bewohnerin über die Hauszentrale mit einem akustischen und/oder visuellen Signal.
Reagiert der Bewohner durch das Berühren des Bildschirms der Hauszentrale und erklärt damit, dass alles in Ordnung ist bzw. er die Situation selbst meistern kann, wird keine Benachrichtigung gesendet. Sollte das jedoch nicht eintreten, wird die vorher festgelegte Benachrichtigungskette ausgelöst. Dabei werden vom Bewohner bestimmte Personen (Angehörige, Pflegedienst oder sonstige Betreuer) via SMS, E-Mail oder Anruf kontaktiert und über die ungewöhnliche Situation informiert. Pfleger oder Familie können nun handeln, indem sie die Person direkt über die Hauszentrale kontaktieren. Die Freisprechfunktion der Hauszentrale ermöglicht eine direkte Ansprache der Person an ihrem Standort. Gegebenenfalls können Angehörige dann die Situation vor Ort persönlich überprüfen.

Einsatzgebiete der casenio-Sensoren – schlaue Helfer erkennen Gefahren

Je nach ihrer Bestimmung und Funktion werden die einzelnen Funksensoren ganz einfach in der Wohnung angebracht. Ein Umbau oder bauliche Erweiterungen sind nicht notwendig. Jeder, der individuell zusammengestellten Sensoren ist ein kleiner Assistent für sich und kann vielfältige Funktionen ausüben.

Beispiele für wohnungsbezogene Situationserkennung
– Wassersensoren: messen den Wasserfluss und erkennen auffällig lange fließendes Wasser und die Pfütze im Bad
– Thermomelder: erkennen ungewöhnlichen Temperaturanstieg
– Rauchmelder: registrieren Rauchentwicklung
– CO-Melder: melden Bildung von Kohlenmonoxid in der Wohnung
– Herdsensor: erkennt über Kochfeldüberwachung kritische Temperaturen

Beispiele für bewohnerbezogene Situationserkennung
– Türsensoren: erkennen, ob eine Wohnungstür offen gelassen und die Wohnung verlassen wurde – dies auch uhrzeitabhängig
– Bettsensoren: registrieren, ob ein Bett ungewöhnlich lange oder gar nicht belegt ist
– Bewegungssensoren: erkennen Aktivität in der Wohnung
– Pflegerufknöpfe: als Armband getragen, lösen bei Betätigung sofort Alarm aus

Erinnerungsfunktionen unterstützen im Alltag
– Sensoren an der Tablettenbox: erinnern an die regelmäßige Medikamenteneinnahme und registrieren, wenn diese nicht geöffnet wurde
– Fenstersensoren: erkennen geöffnete Fenster
– Herdsensoren: geben Warnung über den eingeschalteten und vergessenen Herd

Die Sensoren übertragen alle gesammelten Daten per Funk an die Hauszentrale. Diese werden anschließend verschlüsselt und über eine gesicherte Mobilfunkverbindung an das casenio-eigene Berliner Rechenzentrum gesendet. Dort werden sie mit den hinterlegten Informationen abgeglichen, mögliche Gefahrensituationen können erkannt und daraus Erinnerungs- oder Alarmfunktionen aktiviert werden.

Das casenio Service-Portal – der heiße Draht zur persönlichen Sicherheit

Damit die Benachrichtigungskette reibungslos abläuft, hat casenio ein Online-Service-Portal eingerichtet, für das jeder Besitzer der Hauszentrale einen persönlichen Zugang erhält. Das Service-Portal dient der Eingabe der notwendigen Daten und der Einstellung der installierten Sensoren. Diese werden auf die Gewohnheiten des Bewohners abgestimmt und können nach Bedarf jederzeit angepasst werden. Im Portal können u.a. die zu benachrichtigenden Personen, die Alarm-Abfolge, die Art der Benachrichtigungen (SMS, Anruf oder E-Mail) oder auch Abwesenheiten mit nur wenigen Klicks geändert werden.

Daten und persönliche Informationen sicher im geschlossenen System

Die Daten werden dabei zu jeder Zeit pseudonymisiert übertragen, so dass niemand Rückschluss auf die Datenquelle ziehen kann. Der Zugang auf das casenio Service-Portal funktioniert ausschließlich mit einem geschützten Kenn – und Passwort. Eine Bestätigungsabfrage zur Nutzungsberechtigung bei jeder Aenderungsanfrage bietet weiteren Schutz vor nicht-autorisiertem Zugriff.
Sämtliche Bestätigungen im System erfolgen durch eine 2-Faktor-Authentifizierung. Angenommene Benachrichtigungen müssen von berechtigten Personen ebenfalls per Anruf, SMS oder E-Mail durch Eingabe eines Codes bestätigt werden – ähnlich dem Mobile-Tan-Verfahren beim Online-Banking.

Preise und Verfügbarkeit

Das casenio-System ist in ausgewählten Apotheken und Gesundheitshäusern erhältlich. Darüber hinaus kann es ganz einfach über die casenio Website bestellt werden: http://www.casenio.de

Die Kosten für die Hauszentrale (ohne Sensoren) liegen bei 384,00 Euro (UVP inkl. MwSt. & inkl. 90,00 Euro Nutzungsguthaben). Je nach Bedarf können sich die Nutzer der Hauszentrale die für sie passenden Funksensoren kaufen und ihren kleinen Helfer um weitere Funktionen ergänzen. Je nach Funktionsweise kosten einzelne Sensoren zwischen 35,00 Euro und 180,00 Euro.

Für die Nutzung des casenio-Systems ist eine Gebühr zu entrichten. Diese startet bei 0,85 Euro am Tag und enthält zwei mögliche Benachrichtigungen pro Tag. Ein separater Mobilfunkvertrag oder ein vorhandener Internet- oder Telefonanschluss sind nicht notwendig. Die Gebühr wird in Form eines aufladbaren Guthabens entrichtet, das ebenfalls über die oben genannten Bezugsquellen erhältlich ist.

Über casenio
Hinter casenio steht der Gedanke, Menschen mit zunehmendem Alter und Betreuungsbedarf ein längeres Verbleiben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.
Das hierfür entwickelte, sensorbasierte Assistenzsystem unterstützt Senioren in ihrem Alltag und informiert Angehörige nach festgelegten Kriterien über mögliche Gefahren, wie z. B. einen Wasserschaden, eine offen stehende Haustür oder die vergessene Medikamenteneinnahme.
Seit 2013 in der Entwicklung, wurde das casenio-System in Feldstudien ausgiebig getestet und auf Basis der Ergebnisse weiterentwickelt. Schritt für Schritt entstand so eine alltagstaugliche Assistenz-Lösung mit vielfältigen Einsatz – und Nutzungsmöglichkeiten.
Bei Entwicklung und Produktion setzt casenio ausschließlich auf regionale Partner, auch das casenio-Rechenzentrum befindet sich in Berlin.
Die casenio AG ist eine Tochtergesellschaft von Die Netz-Werker AG. Zu den Partnern von casenio zählen unter anderem die Eldat GmbH, der SIBB e.V. und nullbarriere.de

Weitere Informationen unter http://www.casenio.de






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