Pressemitteilung

 

Köln, 25. Januar 2023 – Wie kann der PV-Ausbau in Deutschland noch mehr beschleunigt werden, und was setzt die Branche dem Fachkräftemangel entgegen? Karl Dienst, CEO und Gründer von Wegatech, skizziert die Branchentrends für das Jahr 2023.

 

Systemlösungen für Energie und Strom deutlich im Trend

Hausbesitzende denken immer holistischer, der Trend geht zu einem komplett vernetzten Energiesystem für das ganze Haus. Nicht nur kehren immer mehr Kund*innen davon ab, reine PV-Anlagen zu kaufen, die Kombination mit Batteriespeicher ist quasi bereits Standard. Der Strom soll für den eigenen Verbrauch produziert werden. Aber eine zunehmende Zahl an Interessierten analysiert ihre gesamte Energieversorgung und investiert in Komplettsysteme, die Stromversorgung, Mobilität und Wärme sinnvoll miteinander verbinden. Eine Systemlösung aus PV-Anlage, Batteriespeicher, Luft-Wasser-Wärmepumpe und Wallbox bringt einem Haushalt eine große Unabhängigkeit. Die Initialkosten sind zwar deutlich höher, dafür sind Hausbesitzende vor Volatilität am Strom- und Energiemarkt bestens geschützt.

 

Die Regierung muss den Wärmepumpen-Turbo zünden

Um unabhängiger von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas zu werden und die Klimakrise einzudämmen, muss die Regierung den Fokus auf den Ausbau von Luft-Wasser-Wärmepumpen legen. Robert Habeck hat zwar bereits angekündigt, bis 2023 eine halbe Million Geräte pro Jahr installieren zu lassen, diese Willenserklärung reicht aber bei Weitem nicht aus. Neue Gas- und Ölheizungen dürfen nicht erst 2024, sondern schon ab 2023 nicht mehr eingebaut werden – dafür braucht es ein entsprechend strenges Gesetz. Auch für Vermieter*innen muss es attraktiver werden, bestehende Heizungen frühzeitig durch Wärmepumpen zu ersetzen. Außerdem bedarf es eines Sanierungszwangs für Gebäude mit sehr schlechtem Energiestandard, denn nur so lassen sich die notwendigen Sanierungsquoten realisieren. Deutschland und die anderen EU-Staaten müssen zu Produktionsstandorten für Halbleiter, Chips, Steuerungs- und Regelungstechnik werden, um den steigenden Bedarf in der weiterverarbeitenden Industrie schnell und sicher decken zu können. Eine Förderung für Standorte, Innovationen und Neugründungen kann hier den notwendigen Anreiz bieten.

 

Jahressteuergesetz 2022 – baut Bürokratie ab, aber nicht genug

Der Bundestag hat eine erhebliche Steuerersparnis für private und gewerbliche PV-Anlagen bis 30 kWp Anlagenleistung beschlossen. Neben der Umsatzsteuer beim Kauf fällt für die ab dem 01.01.2023 fertiggestellten Anlagen auch die Einkommenssteuer weg. Hausbesitzende müssen sich also nicht mehr mühsam mit Umsatzsteuervoranmeldungen herumschlagen und die PV-Anlage auch nicht mehr in der Einkommensteuererklärung berücksichtigen. Für Interessierte ist das ein starker Anreiz, die Anschaffung einer PV-Anlage nicht weiter auf die lange Bank zu schieben, sondern jetzt aktiv zu werden. Hinzu kommt: Die neue Regelung umfasst auch Batteriespeicher-Systeme. Der Gesetzgeber kann aber noch viel mehr tun, um die Energiewende wirklich zu beschleunigen – es muss weitaus ganzheitlicher gehandelt werden. Gerade Luft-Wasser-Wärmepumpen und Wallboxen, die häusliche Energiesysteme optimal ergänzen, brauchen weitere attraktive Förderungen. Auch die vereinfachte Anmeldung bei den 900 verschiedenen Netzbetreibern muss dringend beschleunigt werden. Der Bund plant bereits eine vereinheitlichte und digitalisierte Netzanfrage.

 

Fachkräftemangel – Bremsklotz der Energiewende

Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen kennt kein Halten mehr, die Branche kann diesen Boom aber kaum noch kompensieren. Zentrales Problem ist der eklatante Mangel an Fachkräften. Es wurde verschlafen, früh genug in Ausbildung und Attraktivität der Berufe zu investieren. Daher braucht es jetzt eine wahre Ausbildungsoffensive, insbesondere muss der Solarteur*innen-Beruf als Allrounder rund um Solartechnik endlich eingetragener Ausbildungsberuf werden. So können sich ebenfalls Dachdecker*innen oder Mitarbeiter*innen von Elektrobetrieben weiterbilden und qualifizieren. Auch Wärmepumpeninstallateur*innen gibt es nicht genug. Es haben zwar bereits einige Fortbildungsprogramme begonnen, wie der neue Abschluss zum „Geprüften Berufsspezialisten Wärmepumpe”, der Bedarf ist damit aber lange nicht gedeckt. Unternehmen tun außerdem gut daran, ihre bestehenden Fachkräfte mit entsprechenden Boni oder Benefits zu halten. Flexible Arbeitszeiten, gute Gehälter, Firmenwagen, transparente Schichtplanung und der Einsatz von digitalen Tools müssen zum Standard werden.

 

Digitalisierung – eine Hürde für Handwerk und PV-Ausbau

Eine große Hürde bei der schnellen Energiewende sind neben dem eklatanten Fachkräftemangel die kaum ausgebauten digitalen Standards. Handwerker*innen sind teilweise so überarbeitet, dass schlicht keine Zeit für die Etablierung digitaler Prozesse bleibt. Partnerunternehmen des Handwerks können hier ansetzen und digitale Tools bereitstellen, die leicht zu implementieren sind. Manche PV-Anbieter übernehmen bereits alle bürokratischen Prozesse für das Handwerk, sodass der Fokus rein auf der Installation liegen kann. Aber nicht nur das Handwerk leidet unter einer schlechten Digitalisierung, Förderanträge für PV-Anlage, Speicher, Luft-Wasser-Wärmepumpe & Co. sind immer noch nicht zentral digital zu beantragen, sondern müssen föderal von Bundesland zu Bundesland individuell erfolgen. Auch Netzbetreiber und Behörden könnten mithilfe der Digitalisierung bürokratische Hürden abbauen und so die Anschaffung einer PV-Anlage für Hausbesitzende deutlich beschleunigen.

 

PV-Anlagen mit steigender Leistung, Batteriespeicher als Energiesysteme und Wärmepumpen auf dem Vormarsch – die technischen Trends 2023

Die Leistung der Solarmodule steigt zunehmend – im Vergleich zwar nicht mehr so rasant wie in den Anfangsjahren der Solarindustrie, aber dennoch signifikant. Im Zuge der Leistungssteigerung passt zudem immer mehr PV aufs Dach, der Trend geht stark zu deutlich größeren PV-Anlagen auf dem Eigenheim. Stromspeicher sind Teil eines intelligenten Energiemanagements, häufig auch mit Notstromfunktion. Daneben etablieren sich Wärmepumpen zunehmend am Heizungsmarkt. War die Luft-Wasser-Wärmepumpe noch vor wenigen Jahren ein unansehnlicher, lärmender Kasten, gewinnen heutige Wärmepumpen Design-Awards und sind „flüsterleise”. Auch die PV-Integration ist bei der Entwicklung neuer Wärmepumpenmodelle höchst relevant – das SG-Ready-Label wird dabei mehr und mehr zum Standard.

 

Über Wegatech Greenergy GmbH

Als führender überregionaler Anbieter von Photovoltaikanlagen, Stromspeichern, E-Ladesäulen und Wärmepumpen plant und installiert Wegatech nachhaltige Energietechnik für private Haushalte – als Einzel- oder Systemlösungen. Im Vergleich zur traditionellen Handwerksbranche bietet das Unternehmen Eigenheimbesitzern und zunehmend auch B2B-Kunden einen digitalen und damit einfachen, schnellen und transparenten Weg zu einem erneuerbaren Energiesystem. Die Wegatech Greenergy GmbH wurde 2010 von Karl Dienst (CEO) in München gegründet, um regionale Wärmepumpen-Projekte für Privathaushalte umzusetzen. Im Jahr 2016 wurde das Geschäftsmodell erfolgreich zu einem Online-Portal für Erneuerbare Energien transformiert. Seit 2011 hat Wegatech mehr als 3.000 Projekte realisiert – vom kleinen Einfamilienhaus bis hin zur CO2-neutralen Reihenhaussiedlung. Wegatech hat seinen Hauptsitz mittlerweile in Köln und beschäftigt über 180 Mitarbeitende.

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