Die Sensibilität, die viele Menschen mit Blick auf ihre persönlichen Daten an den Tag legen, ist im Arbeitsumfeld weit weniger stark ausgeprägt. Hier deckt die Digital-Working-Studie noch erheblichen Nachholbedarf auf. Immerhin 70 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitsplatz im Büro mit aktuellem Antivirenprogramm und ihr Postfach mit Spam-Filter geschützt sind. Im Umkehrschluss heißt das, dass noch 30 Prozent keine entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Dass die Sicherheit von Geräten und Dokumenten im Privaten mehr Beachtung findet, zeigt sich auch daran, dass das Homeoffice nicht nur technisch, sondern auch bei der Sicherheitsausstattung mit einem Schutzniveau von 75 Prozent leicht vor den Büroarbeitsplätzen liegt. Jedoch werden nur 56 Prozent der Arbeitsdaten – egal ob Büro- oder Heimarbeitsplatz – mit einem Backup gesichert. Hier sind Unternehmen aufgefordert, das Thema Sicherheit ernster zu nehmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen – und zwar überall dort, wo Unternehmensdaten genutzt, gesichert und weitergegeben werden.

 

Unachtsam unterwegs

Das gilt folglich auch beim mobilen Arbeiten. Der Status quo der Sicherheitsvorkehrungen ist erschreckend: 64 Prozent haben keinen Passwortschutz für ihre mobil genutzten Geräte. Mobile Endgeräte sind in 71 Prozent der Fälle nicht mit Antivirensoftware ausgestattet. Nur eine Minderheit vermeidet riskantes Verhalten, indem sie den persönlichen Hotspot und die Bluetooth-Verbindung ausschaltet, wenn diese nicht benötigt werden, und das automatische Wiederverbinden mit öffentlichen WLANs deaktiviert. Drei Viertel der Befragten gehen demnach sehr unbedarft mit den dienstlich genutzten mobilen Endgeräten um.

 

Fehlendes Bewusstsein

Riskant ist vor allem das fehlende Bewusstsein für potenzielle Gefahren im Umgang mit Daten im Arbeitsleben. 64 Prozent meinen sehr gut zu wissen, wie sie ihre digitalen Dokumente schützen. 55 Prozent sind der Ansicht, dass ihre digitalen Dokumente ausreichend geschützt sind. Entsprechend wünscht sich nur ein knappes Drittel der Befragten eine Weiterbildung zum Thema Schutz von Arbeitsdaten – ein klarer Widerspruch zu den derzeit tatsächlich ergriffenen Schutzmaßnahmen.






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