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Made in U.S.A.: Private-Shoe-Shopping mit einem Hauch Hollywood

, 10.12.2010,

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Interessantes Verkaufskonzept. Jeden Monat ein neues Paar Schuhe frei
Haus geliefert bekommen, ausgesucht von Hollywoods Top-Modeberatern,
entworfen von Celebrities aus Film und Fernsehen.  Und alle Frauen so
yeahhh!!

Das folgende Private-Shopping-Konzept ist zwar nicht neu, aber
vermutlich für modebewusste Frauen besonders aufregend, weil
glamourös. Das Internetstart-up ShoeDazzle.com bietet seinen Kundinnen fürjeweils 39,39 US-Dollar Monat für Monat ein neues  paar extrem modischer” Schuhe (Jahresbeitrag 479 Dollar). Der Clou: Den Kundinnen
wird suggeriert, dass sie von bekannten Hollywood Stylistinnen beraten
werden und dass sie regelmäßig ein Must Have aus Hollywood erhaschen.

Wie funktioniert’s: Die Schuhliebhaberin meldet sich auf der Webseite
an und legt ihr eigenes Profil an. Dort gibt sie Auskunft, welchen
Style sie mag, welche Schuhe, Klamotten und welchen Schmuck sie gern
trägt. Basierend auf diesem Profil bekommt sie Monat für Monat ein
neues Paar Schuhe, eine Taschen oder Schmuck vorgeschlagen.

Das Zeug, die Produkte kann sie kaufen, muss sie aber nicht.

Wer steckt dahinter?  Ein Sternchen, das auf den ersten Blick gar
nicht so nach Geschäftsfrau aussieht. Kim Kardashian (Was hat sie
eigentlich gelernt?)  Sie startete laut ChrunchBase die Webseite mit
dem Celebrity-Anwalt Robert Shapiro und inverstierte sieben Millionen
in das Unternehmen. Zugleich vertritt sie die Seite als eine der
Mode-Ikonen. Es ist außerdem davon auszugehen, dass in ihrer eigenen
Show dafür kräftig die Werbetrommel rühren wird.

Ich finde: Stylisches Konzept, das bei den konsumfreudigen Amis
bestimmt funktioniert. Momentan ist der Shop 18 Monate am Markt.
Insgesamt wurden laut TechCrunch bisher 23 Millionen Dollar in den
Private-Shop investiert. Peanuts, wenn man davon ausgeht, dass die
Investoren allein für das kommende Jahr 100 Millionen Dollar Umsatz
erwarten. Bereits fast eine halbe Million Facebook-Nutzer sind Fan von
der Seite.Tja, man muss nur wissen, wie man nach seinen Kunden fischt.

Fünf weitere Besonderheiten habe ich für den Shop ausgemacht:
1)      Ein cleverer Mann schenkt seiner Frau zu Weihnachten ein Jahres-Abo
für ShoeDazzle.
2)      Irgendwie gibt der Shop dem Private-Shopping einen ganz neuen
Anstrich,  Nachahmer finden sich garantiert.
3)      Es ist eines der wenigen Internet-Startups, das in LA sitzt und
nicht im Silicon Valley.
4)      Der Nerv für den individuellen Geschmack verkümmert weiter. Ist ja
aber auch gut so, denn die Frauen sollen schließlich kaufen, nicht
denken.
5)      Die Webseite beglückt nicht nur die Weibchen, sondern bestimmt auch
alle Bill Kaulitze unter den Herren.

Bleibt allerdings die Frage, wohin mit den ganzen Schuhen. Immerhin
wächst der Bestand um zwölf neue Paar innerhalb eines Jahres – nicht
mitgerechnet die Schuhe, die man sich zwischen den Monaten woanders
kauft (Hilfe, dieser Berg Schuhe).  ShoeDazzle sollte gleich noch ein
zweites Unternehmen gründen und es SchrankDazzle nennen. Dort ershoppt frau dann jeden Monat ein neues Bauelement für das bald benötigte Schuhregal. (Zusammenbauen kanns ja dann der Mann, der so schlau war, ihr das Jahres-Abo zu schenken.)


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Über den Autor

Artikel unserer ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Danke für die tolle Zeit mit Euch!


2 Kommentare



  • Steffi

    hihi, hast du die bill kaulitz/joop-arte-doku gesehn? in den ersten 15 minuten hat herr kaulitz mind. 3mal “die schuhe sind der hammer!” gesagt. und ich werde die seite gleich mal meiner besten freundin vorschlagen…
    gibts sowas auch für taschen?

  • Lustig, ich habe sowas ähnliches dieses Jahr einem Kunden für T-Shirts vorgeschlagen!

    Übrigens scheint es sowas aber auch bei Zalando zu geben, wir nehmen eigentlich wöchentlich ein Paket unserer Nachbarin an 🙂