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Bringt der CORONA-Lockdown die Renaissance der Desktops?


Seit Jahren konnten wir den Shift vom Desktop hin zur Nutzung von Smartphones beobachten. Im letzten Jahr war es dann soweit. Laut dem britischen Marktforschungsunternehmen GlobalWebIndex lag erstmals die täglich damit verbrachte Zeit bei beiden Geräten gleich auf. Die Prognosen sahen einen weiteren Anstieg der mobilen Nutzung voraus. Der Shift der Smartphones zum First Screen schien nahezu vollzogen. Wir nutzten das mobile Netz auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause und ganz generell von unterwegs.

Doch in diesem Jahr kam die Pandemie dazwischen. Menschen bleiben zu Hause und arbeiten im Home Office – Work From Home nennt sich diese Bewegung (WFH) –, Geschäfte und Restaurants sind im Lockdown zum Teil geschlossen. Die starke Nutzung von Smartphones wurde zu großen Teilen auch der Mobilität zugeschrieben.

Reüssieren durch das Einfrieren des öffentlichen Lebens womöglich die totgesagten Desktop-Rechner?

An mir selbst sehe ich, dass ich wieder verstärkt auf meinen PC setze; gerade für private Zwecke nutze ich auch wieder öfter den großen Bildschirm. Ich empfinde es einfach als komfortabler und bin daheim ja nicht auf den kleineren Screen angewiesen. Mein Smartphone dient wieder mehr der reinen Kommunikation.

Ist dies ein genereller Trend, dass wir wieder mehr auf dem größeren Screen unterwegs sind? Verlagert sich vielleicht die Art der Nutzung nochmal? Informieren, Shoppen und reines Surfen auf dem Desktop – Kommunikation, Fotografie, Gaming zunehmend auf dem Smartphone?

Und falls es tatsächlich die Renaissance der Desktops ist: Wie nachhaltig wird diese Entwicklung sein? Natürlich kann es sich um einen temporären Trend handeln, der nach der Pandemie wieder abklingt. Doch wird ja auch prognostiziert, dass sich die Arbeitswelt dauerhaft wandeln wird. Home Office soll eine feste Größe werden. Vielleicht bedeutet es also tatsächlich, dass sich auch die Mediennutzung wieder nachhaltig verändern wird.



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