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Spätschicht: Netzwerken mit Anfassen

, 13.07.2012,

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Einer geht noch, einer geht noch rein: in die Fotobox. Da sitzen plötzlich drei oder mehr Leute auf deinem Schoß, die Frau hinter dir legt ihren Kopf auf deiner Schulter ab, der Typ von der Bar vorhin klebt dir förmlich an der Backe. Immerhin will jeder zumindest ein Stück seiner Nase auf dem Foto verewigt sehen.

In Berlin finden sich die Selbstdarstellungskabinen mit Kuschelfaktor mittlerweile an jeder Ecke. Kurz nach nem Club nochmal schnell die Stimmung einfangen. Erinnerungen in Streifen, mit denen man den Enkeln später ein verrückt-verrucht gelebtes Leben beweisen kann. Auf Events wie der gestrigen Spätschicht der Gründerszene bringen die Fotoboxen vermutlich so viel Bildcontent, wie es kein Online-Gewinnspiel mit einem schmucken Preis einbringen könnte.

Das gemeinsame Grimassenschneiden ist definitiv ein Icebreaker beim Networking. Wer Duckface, Fischschnute oder eine eigene Interpretation von Munchs „Der Schrei“ nebeneinander performt, der kommt auf jeden Fall nach der Aktion ins Gespräch.

Sehr clever, liebe Spätschicht-Organisatoren. Nur eine Bitte: Vielleicht schafft ihr es beim nächsten Mal auch für die Vegetarier etwas auf den Grill zu werfen?

 


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Über den Autor

Artikel unserer ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Danke für die tolle Zeit mit Euch!


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