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Tools: Storify hilft beim Geschichtenerzählen


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Storytelling Werkzeuge gibt es einige. Das meiner Meinung nach beliebteste Tool hierfür ist Storify. Dies liegt zum einen an der Vielzahl an Quellen, die eingebunden werden können, und zum anderen an der einfachen Bedienung.

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Fünf Einsatzszenarien für Storify

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Storify einzusetzen und theoretisch sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Eine außergewöhnliche Idee stammt von Scott Kubie. Der UX Experte aus Iowa nutzte das Storytelling Tool um sich einen interaktiven Lebenslauf zu basteln, Arbeitsproben und Pressespiegel inbegriffen. Neben diesem kreativen Ansatz trifft man in der Regel, auf diese fünf typische Einsatzszenarien.

1.   Rückblick

Egal ob für eine Veranstaltung oder das persönliche Jahr: Dank der Anbindung verschiedener Social-Media-Quellen wie zum Beispiel Twitter, Facebook, Youtube oder Tumblr, stehen eine Menge an Informationen zur Erstellung des Rückblicks bereit. Auch Memes werden oft mittels Storify dokumentiert.

Story zum Live-Twitter-Einsatz der Berliner Polizei
Zoowärter und Tierpfleger stellen Szene aus Jurassic World nach

2. FAQ

Die einfache Handhabung ermöglicht mit wenig Aufwand, eine eigene Fragen & Antworten Sektion zu erstellen. Diese lässt sich mit Hilfe der Embed-Funktion auch unkompliziert in die eigene Webseite integrieren. Fragen, die via Twitter oder anderweitig gestellt werden, können direkt beantwortet und so anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

3. Rankings

Die Anbindung der verschiedenen Social Networks bietet auch reichlich Input für Rankings: “lustigster Tweet zum gestrigen Tatort”, “Die schlechtesten Wortwitze zum Rücktritt von Sepp Blatter” oder “Die besten Tweets übermüdeter Eltern”. Und das Ganze lässt sich per Anbindung von Giphy mit GIF-Bildern natürlich noch garnieren.

Die besten Witze zu Sepp Blatters Abgang
Deutschland ist Meme Weltmeister

4. Live-Berichterstattung

Kein Netzwerk ist so schnell bei der Verbreitung von Informationen wie Twitter. Daher bietet es sich an, Live über ein Thema zu berichten und dazu Tweets einzubinden. Wer Katastrophen damit dokumentieren möchte, wie am Beispiel des Atomunglücks in Fukushima geschehen, sollte unbedingt exakt arbeiten. Das heißt, schauen ob die Angaben in den Tweets bestätigte Aussagen sind oder ob es wohlmöglich um Falschaussagen handelt.

Dokumentation der Katastrophe in Fukushima
Story zur Oberbürgermeisterwahl 2015 in Dresden

5. Feedback Dokumentation

Twitter bietet sich nicht nur zur Live-Berichterstattung an, sondern auch für das Einholen von Feedback. Kombiniert man dies mit der Slideshow-Funktion von Stortify, hat man einen tolle Grundlage um die Ergebnisse zu präsentieren. Diese Funktion lässt sich bei jedem Storify durch das Anfügen von “/slideshow” aktivieren.

Slideshow einer Beispiel Dokumentation
Global Post fragte die Twitter Community: Gaddafi Killing: Was it wrong?

Neben der einfachen Erstellung von Beiträgen punktet Storify auch beim Social Sharing. Wer Tweets in seinem Storify einbettet, kann die Tweet-Autoren direkt über ein Tool benachrichtigen. Die Accounts der Urheber werden dabei direkt in einem entsprechenden Hinweis-Tweet zusammengefasst.

Storify - Übersicht der Quellen

Übersicht über alle angebundenen Netzwerke und Plattformen

Auch einfache Analysemöglichkeiten hat Storify an Bord. Die Anzahl an Views (und woher diese stammen) sind für alle sichtbar. Diese rudimentären Möglichkeiten reichen nicht allen Nutzern, doch bieten diese einen Einstieg.

Mein Fazit zu Storify

Wie eingangs erwähnt, gibt es noch mehr Quellen, die genutzt werden können. Somit lassen sich Stories wunderbar mit Rich-Media anreichern, ohne dass man sich Sorgen über die Darstellung machen muss. Das Thema Urheberrechte sollte aber nicht unterschätzt werden.

Natürlich ist Storify nicht das Ende der Fahnenstange. Wer die Möglichkeiten besitzt, sich einen eigenen Blog für sein Projekt einzurichten, der kann diese Einsatzszenarien auch auf seinem eigenen Webspace abbilden. So bleiben die Stories erhalten, sollte der Dienst mal die Tore schließen.

Storify ist ein gelungenes Tool für Storytelling-Projekte oder zur Dokumentation von Events vor allem für Nutzer, die keinen extra Blog aufsetzen möchten. Dank Drag-and-Drop und einem intuitiven Editor sind eigene Stories schnell zurechtgebastelt und verteilt.

UPDATE (Dez 2017): Storify stellt zum Mai 2018 leider den Betrieb ein.


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Über den Autor

Chris ist Account Manager im Dresdner Büro. Während des Studiums sammelte er erste Erfahrungen im B2B-Bereich. Nach seinem Studium baute Chris diese in einem Dresdner Startup aus. Als Blogger schreibt er auf kleinstadtgedanken.de und kennt somit auch die andere Seite.


1 Kommentar


  • Hallo Chris,

    eine sehr witzige Lösung die hier unter die Lupe genommen wird.
    Aber wie man merkt gibt es genügend Anwender.
    Danke für den tollen Bericht und ich würde mich freuen wieder neue Artikel lesen zu können.

    Liebe Grüße aus Niederösterreich,
    Florian von http://www.smartxdesign.at

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