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Die cebit war gut – aber das Beste war trotzdem das Wetter

, 22.03.2013,

Nachdem ich in meiner Funktion als Social-Heinz in den vergangenen zwei Jahren die Cebit ausgelassen hatte (zu wenig begeisterte mich das Leben der Webciety), hab ich in diesem Jahr doch immer wieder einen Seitenblick auf das Programm geworfen, da mich die in den Mittelpunkt gestellte “Shareconomy” schon lange sehr interessiert. Bezeichnenderweise habe ich dann bei den geschätzten Agenturkollegen von queo eine Mitfahrgelegenheit abgestaubt.

Die Fahrt war dann allerdings keine “Kaffeefahrt” mit einem Dutzend Dresdner Nerds, wie Kollegen unkten, sondern ein sehr intimer Trip im VW Bus, an dem außer mir noch vier sehr nette StudentInnen teilnahmen. Unsere Reiseleitung bestand aus queo-Urgestein und Director Technology Dirk Cosmar und Werkstudentin Paula Lehmann, denen ein großes Lob gebührt für die freundliche Betreuung ihrer Gäste.

Nach einer zügigen Reise und angeregtem Erfahrungsaustausch, erreichten wir Hannover bei herrlichem Sonnenschein. Ich tingelte direkt los, um mich mit ein paar alten Bekannten zu treffen und wunderte mich zunächst über die recht spärlich besuchten Hallen. Dafür gab es aber zwei sehr gute Gründe. Zum einen waren die Besucherzahlen erneut rückläufig, zum Anderen lockte die warme Sonne viele der Fachbesucher auf die Freiflächen. Zwischen zwei Termine passt halt immer eine Stunde mit Langnese. Oder wie der gute Erik später feststellte:

Cebit bei Sonne ist wie Schule schwänzen mit Schlips

Leider war das mit der Shareconomy nur ein schöner Medien-Schnack. Wer auf Gruppenangebote bei den Imbissständen oder “Teile-Kickboards” gehofft hatte, wurde enttäuscht. Während man sich bei der South by Southwest Fahrräder (,die ihren Standort twitterten) teilte, ging man bei der cebit noch brav alleine zu Fuß. Dass es dann Vorträge zur Shareconomy gab, die nur gegen Gebühr zu sehen waren, war dann eigentlich nur logisch. Schade. Denn man hätte die gepredigten Innovationen (Smart Sharing) sicher besser erlebbar machen können und genau darin muss die cebit in meinen Augen künftig ihr Heil suchen. In der globalisierten und digitalisierten Welt würde es wundern, wenn die cebit je wieder der Ort wird, wo bahnbrechende News der großen Konzerne verkündet werden. Dafür gibt es bedeutendere Events. Also braucht es innovative Ansätze und ein in sich geschlosseneres Konzept. Der Anfang dafür ist gemacht. Weniger Tütensammler, weniger Masse, dafür mehr Qualität und mehr Komfort für die Fachbesucher. Das haben wohl alle so empfunden. Aber leider sinken nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch immer weniger Journalisten und Blogger finden den Weg zur cebit. Eben weil das nächste große Ding (=Produkt) nicht hier enthüllt wird. Und um das nächste große Ding (=Thema) zu verstehen, fehlt es noch an Ideen. Draußen saß ich neben der Redaktion einer Schülerzeitung. Tenor:  Zum Thema Shareconomy ist hier nichts gesagt worden, was die nicht schon im Heft hatten. Nun denn…..



Über den Autor

Sebastian ist Creative Director und kommt ursprünglich aus der Musikbranche, wo er sich sehr früh der Arbeit mit social networks gewidmet hat. Bevor er zu den Frischen Fischen stieß, hat der studierte Betriebswirt fünf Jahre für die Mobile Marketing Agentur Goyya Kampagnen konzipiert und betreut.


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