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Keep Your Timeline Tidy: Über Filter und tote Briefkästen auf Twitter zur re:publica

, 24.04.2012,

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Jedes Jahr kapituliert beim “Wacken der Mediensoziologen” nicht nur das W-Lan sondern auch so mancher Twitter-Newbie. Verschreckt stehen sie vor ihrer Timeline und lassen sich völlig unvorbereitet von einen Tweet-Tsunami überrollen (Und sein letzter Gedanke war “republiwhatthef….” ).

re:publica: Das heißt auf 3.000 Besucher kommen etwa 5.000 – 10.000 Twitterer (inkl. Grüßonkel, Basher, Spammer) und die sind alles, aber nicht zurückhaltend. Und noch weniger selbstreflektierend. Der Umstand, dass es Follower gibt, die nicht am Start sind, wird bewusst ignoriert. Es gilt zu zeigen, dass man da ist und dass man nicht nur da ist sondern teilnimmt, sich aktiv einbringt in jedes Panel und in jede Pausendiskussion. Und natürlich, dass man Insiderwitze reissen und verstehen kann.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man als Neuling in diesen Momenten gleichsam geplättet wie entnervt sein kann, weil außer re:publica und re:publica-bashing in der eigenen timeline nichts mehr passiert. Kein Fußball, keine Politik, kein TV, keine Wortwitze, kein Dresden….

Wie also kriegt man nun seine Timeline “sauber”?

Für Zuhause gebliebene

1. Listen pflegen:

Unter anderem dafür gibt es Listen, deren sorgfältige Pflege sich an Tagen wie diesen auszahlt. Da hilft dann zum Beispiel eine Liste “Dresden“, in der sich die Häufigkeit des Hashtags #RP12 rapide verringert. Da schaut man zum betreffenden Zeitpunkt halt nur dort rein.

2. Clients mit Filterfunktion

Manche Clients – zum Beispiel Tweetdeck – können außerdem die Timeline filtern. Ob nun zum neuen iPhone Launch oder zur re:publica. Zwei Klicks und es erscheint Tweet mit dem Hashtag #RP12 in Eurer Timeline. Übrigens nicht der einzige gute Grund für externe Clients… 🙂

Für Anwesende

1. Leiser und weniger twittern

#scherz

2. Der tote Briefkasten – To whom it may concern

Der tote Briefkasten ist ein nicht existenter Twitter-Nick, an den man zeichenarme Tweets sendet, die nur für die (Hashtag-)”Galerie” bestimmt sind. Er wird zwar in der Suche und auf der Wall angezeigt, aber nicht in der Timeline Eurer Follower. Ein Beispiel:

Der Tweet “Der Kaffee im Tüddellü* ist ja noch kälter als der Vortrag gerade #rp12”  wird allen eigenen Followern angezeigt.

Der Tweet “@rp12all Der Kaffee im Tüddellü ist ja noch kälter als der Vortrag gerade #rp12wird dagegen nur denen in der Timeline angezeigt, die dem Account “rp12all” folgen. Was wenige sein dürften, da es den Account gar nicht gibt. Trotzdem erscheint er aber in der Hashtag-Suche und auf der Wall. Er wird also nur denen angezeigt, die es wirklich interessiert, dass der Kaffee im Tüddellü kalt ist. 

Wie auch immer. Im Grunde ist es ja erstens halb so schlimm und zweitens geht es auch schnell wieder vorbei.

Oder wie man es auch sagen kann:

 

* Name von der Redaktion geändert

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Über den Autor

Sebastian ist Creative Director und kommt ursprünglich aus der Musikbranche, wo er sich sehr früh der Arbeit mit social networks gewidmet hat. Bevor er zu den Frischen Fischen stieß, hat der studierte Betriebswirt fünf Jahre für die Mobile Marketing Agentur Goyya Kampagnen konzipiert und betreut.


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