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Fasten 2.0


Fasten 2.0 Easy Edition: 48 Stunden lag analog leben

– 2000 Jahre bewährte Open Source Technik lässt Internetsurfer und iPhone Junkies das analoge Leben wieder entdecken.

Drei Tage nach Aschermittwoch 2009: Für iPhone Junkies und Internetsurfer gibt es jetzt die Fasten 2.0 Easy Edition. Mit der Open Souce Technik verzichten die User für ein Wochenende auf Handy, Fernsehen und Computer, auch das Radio bleibt aus.

Ziel ist es, dass die Nutzer für wenige Stunden das analoge Leben wieder erfahren“, sagt eine Sprecherin von der Fasten 2.0 Community. Viele kämen ohne der modernen Technik nicht mehr aus, seien regelrecht abhängig davon. „Sie schauen alle fünf Minuten aufs Handy und checken ihre E-Mails. Wenn sie keine neuen Nachrichten erhalten, werden sich unruhig und fühlen sich wertlos.“ Andere surfen bis zum Exzess im Internet – immer auf der Suche nach der neuesten Meldung. „Sie kennen Spiegel Online und  Google News auswendig. Und dennoch schauen sie in jeder freien Minute nach Neuigkeiten.“

Vor 2000 Jahren in der Wüste entwickelt

Wer die Fasten 2.0 Easy Edition nutzt, unterwirft sich strengen Regeln: Handy, Computer und Fernseher bleiben 48 Stunden lang ausgeschaltet. Stattdessen sollten die Nutzer ein Buch lesen, Spazieren gehen, Sex haben oder mit Freunden grillen. „Mit der Fasten 2.0 Easy Edition lernen die User, dass es ein Leben neben der modernen Informationstechnologie gibt. Und sie entdecken, dass ihr persönlicher Wert nicht von der Zahl der erhaltenen oder gelesenen Nachrichten abhängt.“

Die Fastentechnik wurde bereits vor mehr als 2000 Jahren in der Wüste entwickelt. Der Prototyp verzichtete 40 Tage lang auf Nahrungsmittel – heute bekannt als die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Um den Geist zu reinigen, betete er. Fasten 2.0 kann jeder mitmachen, die Nutzer brauchen auf Nahrung nicht zu verzichten. Ganz im Gegenteil fördert Essen das Zusammensein mit Freunden und der Familie ganz ohne Handy und Computer.

Fasten 2.0 Extreme Edition – Pilgern für Fortgeschrittene

Für Fortgeschrittene gibt es die Fasten 2.0 Extreme Edition. Dabei können Nutzer dem Chef sieben Wochen lang adieu sagen und auf Pilgerreise gehen, in Fachkreisen Sabatical genannt. „Ohne Handy und Navi, dafür mit Wanderstockund mit einer analogen Landkarte machen sie sich auf den Weg“, sagt die Sprecherin. „Das ist wichtig für den reinigenden Effekt von Geist und Seele.“

Preis und Verfügbarkeit

Die Fasten 2.0 Easy und Extreme Editionen sind ab sofort bis Ostern verfügbar. Systemvoraussetzung ist eine entsprechende mentale Einstellung. Wer sie nutzt, bezahlt dafür mit einer neuen Lebensqualität.

Internetradio mit Ausblick


Als ehemaliger Frankfurter habe ich die Berliner Traufhöhen-Mentalität schon immer ein wenig verachtet. Für mich ist es nun mal schwer einzusehen, dass alle Häuser gleich hoch sein sollen und einzig Kirchtürme als Ausnahme akzeptiert sind. Wenigstens konnten sich die Planer der ehemaligen Hauptstadt der DDR in dieser Hinsicht von überkommenen Vorstellungen lösen. So entstanden wundervolle Prunkbauten im Stil des sozialistischen Klassizismus entlang der Karl-Marx-Allee und das modernistische Hochhaus-Ensemble am Alexanderplatz.

Eben dort, im 11. Stockwerk des ehemaligen Haus des Reisens in der Alexanderstraße 7, wurde gestern das neue Büro des Internetradiodienstes Aupeo! von einer bunten Gesellschaft bei Bier und House-Beats feierlich eingeweiht. Unter den anwesenden Gästen waren neben einigen Würdenträgern der Berliner Internetszene auch etliche Vertreter der bloggenden Zunft und andere musik-, web- und kulturinteressierte Gäste.

Topthemen des Abends waren die Zukunft des Internetradios, ungeheuerliche, neue Gadgets zum Webradiohören und vor allem der Ausblick auf den nächtlichen Alexanderplatz, der so inspirierend wirkt und von so weit oben betrachtet noch viel schöner aussieht.

Web-Kolumne: Das vermeintliche Ende der medialen Nahrungskette


Seit Anfang 2009 verzichtet die WAZ-Gruppe auf Agenturmeldungen der dpa. Andere Tageszeitungen werden vor dem Hintergrund schrumpfender Werbeeinnahmen und  unter dem Diktum weiterer Einsparungen sicherlich bald folgen. Zurecht wird jetzt die Frage laut, wie Tageszeitungen, aber auch andere Print- und Online-Medien, zukünftig ihre Seiten füllen wollen, wird doch ein Großteil der Politik- und Wirtschaftsbeiträge aus Agenturmeldungen generiert.

Zusammengestutzte Redaktionen und ausgedünnte Korrespondentennetze kommen hierfür als Substitut wohl kaum in Frage. Bleiben eigentlich nur noch nutzergenerierte Inhalte der Bürgerjournalistinnen und -Journalisten als Allheilmittel gegen alle medialen Zukunftsängste. Aber was passiert mit den Agenturen?

Bildunterschrift: AP Mobile News Applikation fürs Iphone zum kostenlosen Download

In seiner letzten Ausgabe betrachtet der Economist das Thema aus einer anderen Perspektive. Laut einer Studie des renommierten Reuters Institute for the Studies of Journalism der Universität Oxford veröffentlichen große, internationale Nachrichtenagenturen wie Reuters und Bloomberg schon jetzt ihre Top-Stories an ihren klassischen Abnehmern, den Tageszeitungen, vorbei. Stattdessen erscheinen die Breaking News zuerst auf zahlungskräftigen, werbefinanzierten Online-Publikationen.

Hinzu kommt für sie der traumhafte Wachstumsmarkt der mobilen Endgeräte à la iPhone und Kindle 2, ganz zu schweigen von dem langsam marktreifen E-Paper – alles potentielle Outlets für die mundgerechten News-Happen der Nachrichtenagenturen. Hierzu passt auch, dass der angeschlagene Medienkonzern News Corp zwar drastisch Stellen bei seinen Zeitungen streicht, auf der anderen Seite aber auf der ganzen Welt Journalisten für seinen internationalen Wirtschaftsnachrichtendienst Dow Jones einstellt. Um das Überleben der Nachrichtenagenturen muss sich demzufolge derzeit niemand sorgen.

Interessant bleibt natürlich die Frage, wer letztendlich dazu bereit sein wird, gegen  Bares Agenturmeldungen auf seinem iPhone zu lesen.

‚Schwere Zeiten für Online-Händler‘

, 12.02.2009,

Die neue Verpackungsverordnung bereitet Online-Händlern Kopf zerbrechen: Sie sollen entweder Versandverpackungen zurücknehmen oder müssen sich einem, dem dualen System angeschlossenen Unternehmen wie „Grüner Punkt“ oder „Landbell“ anschließen und eine Abgabe entrichten. Wer gar nichts tut, muss mit einer Abmahnung rechnen.

Bei Hitmeister hatten im Januar immer wieder aufgeregte Händler angerufen und um Informationen zu dieser neuen Verpackungsverordnung gebeten: Grund genug für den Kunden und uns, uns einmal genauer mit einem, auf den ersten Blick eher schnöden Thema auseinanderzusetzen. Aus der Blitzumfrage unter den Händlern des Marktplatzes ist nun eine Titelstory der Channelpartner entstanden – so schnell kann manchmal aus einem eher langweiligen Thema eine lesenswerte Geschichte in einem wichtigen Zielgruppenmedium werden.

Da ich mich schließlich nicht nur als Ghostwriter, sondern sogar als offizieller Autor hervortun durfte, an dieser Stelle einmal ein dickes Lob an Hitmeister für die blitzschnelle Umsetzung der Umfrage und an die Channelpartner-Redakteurin Dr. Renate Oettinger für die unkomplizierte Abwicklung der Geschichte – so macht die Arbeit noch mehr Spaß als ohnehin schon ;-)

Achja,  hier der Link zur Geschichte… Schwere Zeiten für Online-Händler

Neuer Trend: Scheidungspartys

, 03.02.2009,

Bei unserem Kunden http://www.eventhelden.de, dem ersten Dienstleistungsauktionsportal nur für Events, Feiern, Hochzeiten und Co., werden immer wieder kuriose Aufträge eingestellt. An die regelmäßige Suche nach vergleichbaren Angeboten für Miet-Toiletten habe ich mich ja inzwischen gewöhnt, aber in der letzten Woche ist uns ein neuer Trend aufgefallen: Immer mehr Eventhelden suchen nach Dienstleistern, die ihnen ihre Scheidungsparty ausrichten.

Scheidungsparty? Ja, genau, frisch geschiedene feiern neuerdings, dass die langen Rechtstreitigkeiten ein Ende haben und finden hierfür die passende Location, Caterer oder andere Dienstleister bei Eventhelden.de. Selbstverständlich haben wir recherchiert, woher dieser neue Trend stammt, und siehe da: Aus den USA – dort lassen es sich nicht nur Prominente nach der offziell erfolgten Scheidung mal richtig gut gehen…

Die Pressemitteilung zum Thema „Scheidungspartys auf dem Vormarsch“ gibt es bei uns im Pressebereich.

Presse-Schlampen

, 29.01.2009,

Nach nunmehr fünf Jahren kann ich einigermaßen unverkrampft drüber sprechen. Ich gestehe hiermit erstmals öffentlich: Meine Kollegen bei der SUSE Linux haben meine Position als Pressesprecher immer nur respektlos als „Presse-Schlampe“ tituliert. Damit sollte zum Ausdruck kommen: Der muss halt mit allen Journalisten können und dafür sorgen, dass die Suse-Software möglichst überall mit auf den Heft-CDs der Computerfachmedien verbreitet wird. Im Nachhinein kann ich damit gut leben. War ja irgendwie auch herzlich gemeint. Und hatte vor allem überhaupt nichts mit der wenig ruhmreichen Schlampigkeit gemein – wie man sie in der Pressearbeit möglichst nicht antreffen möchte. Ein Paradebeispiel hierfür lieferte just heute morgen die Meldung einer bislang angesehenen Agentur, die aus einem Telefonat mit einem Partner ihres Kunden eine Pressemeldung zusammenstrickte, diese veröffentlichte und weder die Zitate noch die gesamte Meldung abstimmte.Wir sagen: Meldungen und Zitate unter Partnern nicht abstimmen, gehört unter die Sieben Todsünden der Pressearbeit. Nur gut, dass man die in unserem schnelllebigen Geschäft jetzt auch Online beichten kann.

eco ermittelt: Deutsche Rechenzentren sind energieeffizient

, 08.01.2009,

Jetzt haben wir’s endlich schwarz auf  weiß: Mit einem durchschnittlichen PUE (Power Usage Efficiency) von 1,62 sind die deutschen Rechenzentren im globalen Vergleich gut positioniert. Sagt eine tagesaktuelle Studie des Arbeitskreises Datacenter im eco Verband der deutschen Internetwirtschaft. Allerdings: Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen den einzelnen Rechenzentren. Denn „nur ein geringer Prozentsatz der Rechenzentrumsbetreiber (27%) führt regelmäßige Messungen durch, lediglich ein Drittel der Befragten (33%) hat verantwortliche Mitarbeiter für Energieeffizienz“, weiß der Leiter des Arbeitskreises Patrick Pulvermüller. Er ist Experte in Sachen Energieeffizienz und war federführend bei der Realisierung des „grünen Rechenzentrums“ unseres Kunden Host Europe in Köln. Unser Tipp des Tages zur Rettung der Welt: Fragen Sie Ihren Hosting-Anbieter nach seiner PUE.

PS: Einfach eine Mail an ak-datacenter@eco.de senden und Sie erhalten die Studie kostenlos zugesandt.

Überall Fisch

, 08.01.2009,

Unsere aktuellen Büroräume sind richtig toll, werden aber mittlerweile doch etwas eng und morgen schaue ich mir die erste Alternative an, im Dresdner „Hechtviertel“:
Dass wir als Frische Fische womöglich in das Hechtviertel ziehen, fand ich schon sehr fischig. Wenn’s gefällt, liegt die Immobilie gar in der Hechtstraße des Hechtviertels. Doch damit noch nicht genug Fisch:
Ich habe gerade gesehen, dass das fragliche Gebäude von 1875 bis 1930 von einem bedeutendem Dresdner Händler genutzt wurde – dem jahrzehntelang größtem Fischhändler der Stadt: http://wikimapia.org/10517985/de/Wohn-und-Geschäftshaus-Hechtstraße-27

Brot & Salz!

6 Bestellungen per Fon, 2 per Fax

, 03.01.2009,

Karpfen. Normalerweise klingelt das Agenturtelefon ziemlich selten „zwischen den Jahren“: Da war wieder ein etwas verwirrter Schweizer Redakteur mit marginalem Anliegen und der Kundenanruf, der einfach nur „jetzt habe ich mal Zeit“ signalisierte – und dann noch die Fragen nach Karpfen.

Sechs Bestellungen hätte ich telefonisch entgegennehmen, zusätzlich zwei per Fax bestätigen und ausliefern können… Mittlerweile listen uns die Gelben Seiten zwar nicht mehr unter „Fisch-Handel“, aber zu Silvester und Neujahr ist offensichtlich Karpfen die lokal angesagte Speise und wird noch nach dem gedruckten Gelbe-Seiten-Buch bestellt.

In der Weihnachtsbäckerei

, 12.12.2008,

Von der Agentur Frische Fische Weihnachtsbäckerei
gibt es dieses Jahr eine besondere Leckerei.
Für unsere Kunden und Journalisten
wartet der eigens gebackene Keksfisch in edlen Kisten.

Schmeißen wir den Ofen an,
und machen uns an den Teig ran.
Zutat um Zutat vermengt sich zu einer großen Masse,
wir finden das jetzt schon klasse.
In der Agentur Frische Fische Weihnachtsbäckerei.

Kneten, rollen und ausstechen,
und die Plätzchen finden ihren Platz auf den Blechen.
Ofentür auf, Augenbraun verbrannt,
und dann warten wir gebannt.
In der Agentur Frische Fische Weihnachtsbäckerei.

Die Plätzchen bräunen sich und wollen langsam raus,
auf einem großen Brett ruhen sie sich vom Ofenbad aus.
Sind die Keksfische frisch,
geht es wieder auf den Tisch.
In der Agentur Frische Fische Weihnachtsbäckerei.

Puderzucker, Schokocreme und Marmelade,
sind bereit für die große Keksmarinade.
Lecker und schön bunt,
wandern die Kekse nicht in unseren Mund.
In der Agentur Frische Fische Weihnachtsbäckerei.

Mit Liebe werden die Kekse verpackt,
und vom staunenden Postboten eingesackt.
Der kleine Weihnachtsgruß soll schmecken,
und viel Freude wecken.
In der Agentur Frische Fische Weihnachtsbäckerei.

In diesem Sinne wünschen die Frischen Fische eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.